Natürlich BIM für den Hotelbau.

Spätestens in 5 Jahren werden mindestens 90 Prozent aller Hotelneubauten in Deutschland mit Building Information Modeling (BIM) verwirklicht. Weil es besser, schneller, sicherer – und vor allem günstiger ist.

Moderner Hotelbau ist ein besonderes Steckenpferd von mir. Weil hier die unterschiedlichen Anforderungen aufeinandertreffen und sich bereits mit entscheidet, ob das Hotelprojekt dauerhaft erfolgreich wird. Es geht nicht nur um effiziente Planung und Kostenkalkulation, vielmehr gilt es auch, einen eigenen Fokus auf die Ökonomie und Ökologie des Raumes als idealen Ort, um Gastfreundschaft authentisch und nachhaltig zu leben, und vor allem auf eine zukunftsfähige technologische Ausstattung zu legen.

Kurz gesagt: Wer beim Hotelbau weiter als bis morgen denkt, kommt um BIM, sprich Building Information Modeling, nicht herum. Wie das Zeichnen auf Papier in der Gebäudeplanung und -entwicklung einmal Vergangenheit war, wird es auch schon bald der herkömmliche CAD-Einsatz sein. Mit BIM steht uns eine intelligente und integrierte Methode zur Verfügung, die auf Basis eines 3D-Modells Planung, Bau UND Betrieb eines Gebäudes steuert. Dumm nur, dass BIM weltweit eingesetzt wird und mancherorts bereits vorgeschrieben ist, aber man hierzulande noch hinterher hinkt.

Es wird Zeit, dass es auch für Deutschland allgemein verbindliche Richtlinien für BIM gibt und endlich verstanden wird, dass die Zeit des Inseldenkens zu Ende ist. Wir leben in einer vernetzten Welt, bestehend aus vielen Schnittstellen, die alle miteinander kommunizieren sollen müssen und können.   

Die Situation bis jetzt: Wenn eine Änderung der Planung auftritt, müssen die Zeichnungen geändert und die Mengenermittlung angeglichen werden. Die Zeichnungen gehen dann an alle Beteiligten, die sie wiederum mit ihren jeweiligen Fachabteilungen abgleichen müssen. Das kostet Zeit und Geld – und birgt nebenbei reichlich Raum, um es nett zu sagen, für Missverständnisse. Wie oft wurde schon nach einem alten Plan gebaut?!

Mit BIM entwirft der Architekt ein konsistentes Modell des Hotelbauwerks, erstellt mit 3D CAD-Software. Dieses Modell

  • ist allen, am Bau beteiligten Personen (Architekten, Ingenieure, Fachplaner, Facility-Manager, Bauunternehmer etc.) zugänglich.
  • erfasst digital alle relevanten Gebäude-Details (Architektur, Statik, technische Gebäudeausstattung, Funktionen, Gestaltung etc.).
  • integriert alle geometrischen und beschreibenden Informationen und stellt sie für die Planung, den Entwurf, die Konstruktion und die (u.a. energetische) Verwaltung von Hotelbauten bereit.
  • wird im Laufe des Prozesses von allen Beteiligten mit neuen oder geänderten Informationen versorgt, die automatisch mit allen anderen Daten und Kalkulationen abgeglichen werden. Kurzum: Wird z. B. im virtuellen Gebäudemodell der Grundriss geändert, werden automatisch nicht nur die statischen Informationen, sondern auch das benötigte Material und die Kosten abgeglichen.
  • ermöglicht noch vor dem Bau mittels Visualisierung, konkrete Mengen zu ermitteln, Kollisionsprüfungen durchzuführen oder das Verhalten von Gebäuden unter bestimmten Gesichtspunkten zu simulieren.

Mit Building Information Modeling wird eine bisher sehr komplexe Realisierung eines Hotelbaus vereinfacht und beschleunigt bei paralleler Verringerung der Fehleranfälligkeit und der Kosten. Besonders wichtig: BIM betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – vom ersten Entwurf bis zu Anwendungen nach Fertigstellung.

Damit BIM funktioniert, müssen Bereitschaft und Wissen aller Beteiligten über die Parameter des Prozesses vorhanden sein. Hier gilt es Überzeugungsarbeit zu leisten und die entsprechenden Kenntnisse zu schulen.

Für die Place Value GmbH und seine Partner wird BIM die Methode sein, mit der wir arbeiten werden. Weil wir das Ganze ebenso wie optimierte Prozesse und Qualität im Blick haben und Investitionsentscheidungen u. a. durch den Vergleich von Funktionalität, Produktivität und Kostenumfang treffen.

Zum Schluss: Die entsprechende Software für BIM wird mittlerweile von diversen CAD-Herstellern angeboten.

 

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